Freitag, 14. Juli 2017

Cosplayer auf der Gamescom 2017: Schaumstoff-Waffenimitate erlaubt, freizügige Kostüme verboten

Cosplayer auf der Gamescom 2017: Schaumstoff-Waffenimitate erlaubt, freizügige Kostüme verboten

14.07.2017 13:32 Uhr Martin Fischer

Die Gewinner des gamescom cosplay award 2015

(Bild: Gamescom)

Cosplayer dürfen zur Gamescom 2017 wieder Waffenimitate mitbringen. Sie müssen aber bestimmten Kriterien genügen und vorab registriert werden.

Die Kölnmesse hat die im Jahr 2016 eingeführten, strikten Sicherheitsrichtlinien etwas gelockert. Cosplayer dürfen nun Waffenimitate mitführen, sofern sie aus Schaumstoff, Gummi, Pappe oder anderem Weichmaterial bestehen.

Erlaubt sind laut Kölnmesse speziell Live-Action-Role-Play-Waffen (LARP), funktionslose Bögen ohne echte Sehnen bis maximal 1,50 m, Waffenimitate und Stäbe mit einem nicht überwiegenden Holzanteil, Wurfwaffen aus weichen, biegsamen Materialien ohne festen Kern und Reitgerten unter einem Meter Länge. Nicht erlaubt sind beispielsweise (auch nicht funktionsfähige) Softair-, Paintball- und Gotcha-Waffen, Hieb- und Stichwaffen, Pfeile, Stäbe und Co. Eine ausführliche Liste haben die Veranstalter in einem PDF-Dokument zusammengestellt.

Cosplayer auf der Gamescom 2015
Cosplayer auf der Gamescom 2015 Vergrößern
Nicht zu freizügig, keine Gasmasken

Auch für die Cosplayer-Kostüme gibt es klare Regeln. So ist das Tragen von Gasmasken und Latex-Vollmasken verboten, Stachelarm- und Halsbänder dürfen nur stumpfe Stacheln mit einer Länge von maximal 5 cm besitzen, Pyrotechnik ist tabu. Außerdem dürfen laut Gamescom Kostüme "nicht zu freizügig sein, das heißt Oberkörper, Intimbereich und Gesäß müssen mit ausreichend Kleidung bedeckt sein."

Vor dem Besuch der Messe müssen Cosplayer ihre Kostüme und Waffenimitate überprüfen und registrieren lassen. Cosplayer, die im Vorfeld der Messe unsicher sind, können sich per E-Mail an die Messeveranstalter wenden und Fotos zur Prüfung einschicken.

Wegen Terrorgefahr: Seit 2016 erhöhte Sicherheitsmaßnahmen

Im vergangenen Jahr mussten Cosplayer auf Waffennachbildungen und waffenähnliche Gegenstände verzichten. Die Messe begründete diesen Schritt damals mit der Terrorlage in Deutschland. So wurden 2016 außerdem erstmals Taschenkontrollen an den Eingängen durchgeführt, die in der Praxis immerhin kaum für längere Wartezeiten sorgten. Auch 2017 wird es wieder Taschenkontrollen geben. Die Gamescom-Veranstalter bitten die Besucher daher, nicht dringend benötigte Taschen und Rucksäcke zu Hause zu lassen.

Die diesjährige Gamescom ist im Vergleich zu den vergangenen Jahren weiter gewachsen und nutzt nun auch Halle 1 des Messegeländes. Sie soll dem Spiele-Publisher Electronic Arts vorbehalten sein. Damit steigt die Bruttofläche auf 201.000 Quadratmeter. Erstmals wird in diesem Jahr Bundeskanzlerin Angela Merkel die Messe eröffnen. Die Gamescom findet vom 22. bis 26. August in Köln statt.

(mfi)


from heise online News http://ift.tt/2um2CPF
via IFTTT

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen