Dienstag, 18. Juli 2017

Erneuerbare Energie: Zwischenspeicher können sich lohnen

Erneuerbare Energie: Zwischenspeicher können sich lohnen

18.07.2017 09:35 Uhr Ben Schwan

In einem US-Bundesstaat glauben Forscher daran, dass künftig Gaskraftwerke nicht mehr zur Bewältigung von Lastspitzen benötigt werden. Akkus sollen grünen Strom auf Knopfdruck liefern.

Die Idee, Pufferbatterien ins Stromnetz einzubauen, um elektrische Energie aus Wind- und Sonnenkraft auf Abruf vorzuhalten, ist nicht neu. Das Problem: Solche großen Akkumulatoren waren bislang quasi unbezahlbar. Ein Forscherteam der University of Minnesota (U of M) im gleichnamigen amerikanischen Bundesstaat hat nun errechnet, dass das in Zukunft nicht so bleiben muss, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe ("Wenn die Pufferbatterie billiger als das Erdgaskraftwerk wird").

Das Ergebnis der Studie besagt, dass bereits im übernächsten Jahr, also 2019, die Errichtung von im Stromnetz integrierten Zwischenspeichern billiger sein könnte als der Bau von mit Erdgas betriebenen Kraftwerken, die bislang für Lastspitzen und zur Abfederung von Windflauten oder schlechter Sonneneinstrahlung zuständig sind.

Derzeit kommen insgesamt 21 Prozent des Strombedarfs in Minnesota aus erneuerbaren Quellen. Das ist nicht schlecht für die USA. Allerdings ist derzeit geplant, zusätzliche 1800 Megawatt an Erdgaskraftwerken zu installieren, die bis 2028 ans Netz gehen sollen – und zwar spezifisch dafür, um Lastspitzen abzufedern. Diese Anlagen sollen besonders schnell anlaufen können, wenn es am Tag zu einer besonders hohen Energienachfrage kommt, die von den Erneuerbaren womöglich nicht gedeckt werden kann.

In der Untersuchung des Energy Transition Lan der U of M ist nun nachzulesen, dass das nicht mehr stimmen muss. Laut der Analyse wäre die Verwendung von Lithium-Ionen-Batterien als Energiespeicher im Stromnetz eine gute Möglichkeit, den notwendigen Strom für Lastspitzen vorzuhalten, ohne dass das mehr kosten würde als die Erdgaskraftwerke. Grund dafür ist unter anderem, dass die Herstellungskosten der Akkus weiterhin rapide sinken.

Mehr dazu bei Technology Review Online:

(bsc)


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