Mittwoch, 12. Juli 2017

Hörgeräte-Zukunft: Nicht immer nur "Bahnhof" im Bahnhof verstehen

Hörgeräte-Zukunft: Nicht immer nur "Bahnhof" im Bahnhof verstehen

12.07.2017 17:36 Uhr Detlef Borchers

Das Hörgerät LiNX 3D soll eine "neuartige 3D Orientierung im Raum" ermöglichen, sagt Resound.

(Bild: Resound)

Hörgeräte-Träger kennen das, besonders an Bahnhöfen gehen wegen vieler Störgeräusche Ansagen unter. Auf der Frequenz 2,4 GHz sollen sie künftig über ihre Zugverbindung informiert werden.

Der Berliner Bahnhof Südkreuz ist nicht allein die Testumgebung für die automatische Gesichtserkennung, sondern soll allgemein von der Deutschen Bahn zum Ausprobieren einer Vielzahl neuer Technik genutzt werden. Eine von ihnen ist ein von Resound stammendes System, Hörgeräte per Bluetooth im 2,4 GHz-Bereich anzusprechen, das das Unternehmen nun in Berlin vorgestellt hat.

Dabei sollen die Hörgeräte-Träger per Funk über Abfahrts- und Ankunftszeiten oder Verspätungen informiert werden. Als multifunktionale Schnittstelle für Sprachinformationen soll die drahtlose Technik die bisher gängige Technik der induktiven Höranlagen ablösen und auch auf Flughäfen, in der Kirche oder im Museum zum Einsatz kommen. Dem Pilotprojekt der Deutschen Bahn und Resound kommt deswegen größere Bedeutung zu, weil hier der Pegel störender Geräusche besonders hoch ist.

Verbesserungen des Hör-Standards

Resound hat anlässlich der im September anstehenden IFA auch weitere neue Produkte und Verbesserungen für Menschen mit relevantem Hörverlust vor, immerhin eine Gruppe von bis zu 15 Millionen Deutschen. Neben einer neuen Hörgeräte-Generation mit zusätzlichen Mikrophonen fürs "3D-Hören" sind dies vor allem Verbesserungen der Hör-Standards.

Einer dieser Standards ist die von der HIMSA (Hearing Instrument Manufacturers' Software Association) als Noahlink Wireless standardisierte drahtlose Bluetooth-Koppelung der Hörgeräte aller Hersteller beim Akustiker anstelle der Fummelei mit proprietären Kabeln. Wenn Akustik-Profile per Bluetooth geändert werden können, ist dies auch für die Träger der Geräte vorteilhaft: Klang-Optimierungen können eingespielt werden, ohne dass sich der Träger im Fachgeschäft befindet, erklärte Joachim Gast von Resound. (anw)



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