Dienstag, 11. Juli 2017

Intels Xeon-Prozessorfamilie Skylake-SP läuft vom Stapel: Erste Benchmark-Ergebnisse gegen AMD Epyc

Intels Xeon-Prozessorfamilie Skylake-SP läuft vom Stapel: Erste Benchmark-Ergebnisse gegen AMD Epyc

11.07.2017 18:15 Uhr Andreas Stiller

Skylake-SP mit 28 Kernen: Die Shot

(Bild: Intel)

Inhaltsverzeichnis
  1. Intels Xeon-Prozessorfamilie Skylake-SP läuft vom Stapel: Erste Benchmark-Ergebnisse gegen AMD Epyc
  2. Mesh statt Ringbus
  3. Testergebnisse: Skylake-SP vs. AMD Epyc
  4. Skylake-SP Architektur-Deep-Dive: Originalfolien von Intel
  5. Auf einer Seite lesen

Die skaliberbaren Xeons gibt es alle im gleichen Pinout für 2 bis 8 Sockel. Die neuen Prozessoren enthalten bis zu 28 Kerne, bieten AVX512 und unterteilen sich in die Linien Platin, Gold, Silber und Bronze.

Es hat ein paar Monate länger gedauert als ursprünglich geplant, doch nun ist Intels skalierbare Xeon-Familie (Skylake-SP) offiziell vom Stapel gelaufen – mit bis zu 28 Kernen und mit einer auf 512 Bit und 32 Register erweiterten Vektoreinheit AVX512. Im Schnitt soll das neue 28-kernige Flaggschiff Xeon Platinum 8180 um 65 Prozent schneller sein als der Vorgänger Broadwell EP (Xeon E5-2699Av4) beziehungsweise um 50 Prozent bei vier Sockeln (Xeon E7-8890v4). Der Linpack-Benchmark explodiert natürlich dank der verdoppelten Breite der Vektoreinheiten um mehr als den Faktor 2.

Mit 28 Kernen, 6 Speicherkanälen und AVX512 ist das Zweisockelsystem im Schnitt um 65 Prozent schneller als mit dem schnellsten Broadwell-EP Xeon E5 2699Av4
Mit 28 Kernen, 6 Speicherkanälen und AVX512 ist das Zweisockelsystem im Schnitt um 65 Prozent schneller als mit dem schnellsten Broadwell-EP Xeon E5 2699Av4 Vergrößern
Bild: Intel

Aber wahrscheinlich muss man dafür auch deutlich mehr bezahlen – Preise hatte Intel in dem vorab in Hillsboro/Oregon abgehaltenen Presse-Workshop nicht bekannt gegeben. Hinzu kommt, dass es die Trennung in Xeon E5 und E7 mit unterschiedlichen Sockeln in Zukunft nicht mehr geben wird, dafür die vier Klassen Platin, Gold, Silber und Bronze – alle für den Sockel P3 mit 3647 Pins. Wer etwa 28 Kerne für ein Zweisockelsystem haben möchte, muss dann kräftig in die Tasche greifen, denn den gibt’s nur als Platinum 8180. Alle Platin-Chips sind für bis zu acht Sockel "zugelassen", die Gold-Chips dürfen nur für vier und die Silber und Bronze nur für zwei. "Blech" für Singlesocket-Systeme gibt es derzeit nur in Gestalt des Skylake X, für Xeons kommts vielleicht noch.

Die niedrigeren Edelmetall-Kategorien müssen neben einer niedrigeren Kernzahl, kleinerem L3-Cache und weniger Sockeln noch einige weitere Herabstufungen in Kauf nehmen, etwa beim unterstützten Speicher und der Zahl und Geschwindigkeit der UPI-Links (siehe Tabelle) sowie bei der Qualität von AVX512. Denn je nach Kaste gibt es eine oder zwei AVX512-FMA-Pipelines. Gold ist dafür nochmal in "Obergold" (61xx) und "Untergold(51xx) aufgeteilt. Nur Platin und Obergold besitzen zwei FMAs, alle anderen lediglich eine, damit kommen sie im Linpack-Benchmark bei gleicher Kernzahl nur etwa auf die Hälfte.

Kategorien
Edelmetall Sockel AVX512-FMA Speicher
Platinum 2,4,8 2 DDR4-2666
Gold (61XX) 2,4 2 DDR4-2666
Gold (51XX) 2,4 1 DDR4-2400
Silver 2 1 DDR4-2400

Der L3-Cache ist in Segmente von jeweils 1,375 MByte aufgeteilt, die direkt an den Prozessorkernen sitzen. Manche SKUs mit kleinerer Kernzahl dürfen aber auch die L3-Segmente von abgeschalteten Kernen mitbenutzen. Der L2-Cache wurde gegenüber der Desktop-Version vervierfacht und ist jetzt 16-fach assoziativ. Er braucht jetzt beim Zugriff zwar zwei Takte Latenz mehr, aber die Vervierfachung der Kapazität gleicht das weit mehr als aus.



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