Mittwoch, 12. Juli 2017

Modulares Smartphone: Moto Z2 Play kostet mit Lautsprecher-Mod 520 Euro


Das Anfang Juni 2017 vorgestellte Moto Z2 Play kommt im August 2017 für 520 Euro auf den deutschen Markt. In Deutschland liegt dem modularen Smartphone das Lautsprecher-Mod Soundboost 2 von JBL im Gegenwert von 100 Euro bei. Dafür erhalten Käufer kein normales Style Shell Mod, um es als Platzhalter auf die Rückseite zu pappen. Auf der Motorola-Webseite kann das Moto Z2 Play für 500 Euro vorbestellt werden - ob dann ebenfalls das Lautsprecher-Mod dabei ist, ist derzeit unklar, erwähnt ist es nicht.

Die bisherigen Moto-Z-Smartphones wurden immer mit einem Style-Shell-Mod ausgeliefert. Das Mod hatte keine Funktion, sorgte aber dafür, dass der Mod-Anschluss vor Dreck und Beschädigungen geschützt war. Außerdem sind viele Style-Shell-Mods mit einer angerauten Oberseite versehen, so dass einem das Smartphone nicht so leicht aus der Hand rutscht. Wer darauf Wert legt und bisher kein Moto-Z-Smartphone besessen hat, müsste dann 20 Euro für ein Style-Shell-Mod investieren.

Kürzere Akkulaufzeit als das erste Moto Z Play

Mit dem Moto Z2 Play knüpft Lenovo nicht an die Vorzüge des Moto Z Play an, das mit einer besonders langen Akkulaufzeit zu überzeugen weiß. In unserem Akkulaufzeittest spielt das Moto Z Play ein Full-HD-Video ununterbrochen 18 Stunden am Stück ab. Damit gehört es zur Spitzenklasse. Im Praxistest sind durchaus drei Tage intensive Nutzung möglich, ohne dass der Akku zwischendurch geladen werden muss.

Moto Z2 Play (Bild: Lenovo)

Auf all diese Vorzüge verzichtet Lenovo beim Moto Z2 Play. Lenovo selbst gibt für das Vorgängermodell mit 3.510-mAh-Akku eine Akkulaufzeit von 50 Stunden an. Beim Neuling sind es mit 3.000-mAh-Akku nur noch 30 Stunden. Ausgehend davon wird also das Moto Z2 Play Akkulaufzeiten wie viele andere Smartphones aufweisen und in diesem Punkt keine Sonderstellung mehr einnehmen. Der kleinere Akku hat das neue Smartphone dünner und leichter gemacht.

Neue Kamera und neuer Prozessor

Änderungen gibt es auch bei der Kameratechnik. Aus der 16-Megapixel-Kamera ist eine 12-Megapixel-Dual-Pixel-Kamera mit Laser-Autofokus und einer Blende von f/1.7 geworden. Die neue Kamera soll somit bei schlechten Lichtverhältnissen noch sehr gute Bilder machen. Der Autofokus soll eine Reichweite von bis zu fünf Metern haben und weiter entfernte Objekte noch scharfstellen können. Wie auch bei den anderen Moto-Z-Smartphones ragt die Kamera aus dem Gehäuse. Die Kamera dient als Fixierpunkt für die Module. Auf der Vorderseite befindet sich wieder eine 5-Megapixel-Kamera, die mit einem zweifachen LED-Blitz versehen ist.

Aus dem Snapdragon 625 wurde im Moto Z2 Play ein Snapdragon 626. Der Octa-Core-Prozessor läuft mit bis zu 2,2 GHz Taktrate und soll dem Play-Modell eine höhere Geschwindigkeit bringen. Lenovo bringt das neue Modell in Deutschland mit 4 GByte Arbeitsspeicher und 64 GByte Flash-Speicher auf den Markt.

In Kürze will Lenovo auch weitere Moto-Mods anbieten, darunter zwei verschiedene Akku-Mods und ein Mod mit induktiver Ladetechnik.



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