Montag, 17. Juli 2017

Moto Z2 Play im Test: Bessere Kamera entschädigt nicht für kürzere Akkulaufzeit


Das Moto Z2 Play ist das dritte Smartphone, das Lenovos modulares Konzept namens Moto Mod unterstützt. Es ergänzt auf dem deutschen Markt das Moto Z und das Moto Z Play. An die Rückseite können Mods mittels Magnetkraft angedockt werden. Die Magnete halten so fest, dass nichts verrutscht oder sich versehentlich löst. Beim Abnehmen ist mitunter einiger Kraftaufwand erforderlich. Der Kamerabereich ragt aus dem Gehäuse heraus und dient als Ankerpunkt für die Module.

Uns standen für den Test das Lautsprecher-Mod und das Mod für induktives Laden zur Verfügung. Der Hersteller verspricht, dass alte Moto-Mods mit den neuen Geräten funktionieren und umgekehrt.

Lenovos Moto Z2 Play (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Die beiden neuen Mods haben anstandslos auch am ersten Moto Z Play ihren Dienst verrichtet, und das erste Lautsprecher-Mod funktionierte problemlos am neuen Moto Z2 Play. Sobald ein neues Mod mit dem Smartphone verbunden wird, erhält der Anwender eine Kurzanleitung zu den Möglichkeiten des entsprechenden Moduls.

Lautsprecher-Mod wird mitgeliefert

Lenovo verkauft das Moto Z2 Play im Paket mit dem neuen Lautsprecher-Mod Soundboost 2 von JBL. Mit diesem Schritt will das Unternehmen Käufern die Möglichkeit geben, die modularen Möglichkeiten gleich zu nutzen. Unserem Testmuster lag eine Ausführung in Blau bei. Wenn das Smartphone in den Handel kommt, wird ein schwarzes Modell dabei sein, verspricht der Hersteller.

Lenovo liefert das Moto Z2 Play mit dem Lautsprecher-Mod Soundboost 2 von JBL aus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Technisch hat sich am neuen Lautsprecher nichts geändert. Er hat wieder zwei 27-mm-Lautsprecher mit einer Musikleistung von jeweils 3 Watt. Klanglich konnten wir keine Unterschiede zwischen den beiden Lautsprechern feststellen. Beide bieten einen für die Gerätegröße ordentlichen Bass, und auch bei maximaler Lautstärke gibt es keine Verzerrungen. Höhen und Tiefen werden klar und deutlich wiedergegeben.

Praktischer Standfuß ist geblieben

Geblieben ist der praktische, ausklappbare Standfuß, mit dem der Lautsprecher zusammen mit dem Smartphone aufgestellt werden kann. Beim Schauen von Filmen ist das angenehm, aber auch beim Abspielen von Musik kann das Smartphone so bequem bedient werden. Wenn der Soundboost ohne Standfuß etwa auf einen Tisch gelegt wird, klingt er deutlich dumpfer.

Auch im Soundboost 2 befindet sich ein 1.000-mAh-Akku - damit wird eine kontinuierliche Musikwiedergabe von bis zu zehn Stunden versprochen. Beim alten Lautsprecher war es nicht ohne Weiteres möglich, sich den Akkustand anzuschauen. Bei dem neuen Modell wird der Ladestand gleich an drei Stellen angezeigt: In den Benachrichtigungen, in der Moto-Mod-Schnelleinstellung sowie im Moto-Mod-Menü in den Android-Einstellungen.

Es gibt noch einige weitere Änderungen: Der Soundboost 2 ist 15 mm dicker und 20 Gramm schwerer als das Vorgängermodell. Mit einem Gewicht von 135 Gramm und einer Dicke von 14,5 mm ergibt das zusammen mit dem Smartphone ein recht dickes Paket. Das neue Modell hat ein spritzwassergeschütztes Gehäuse, und das Lautsprechergitter ist nicht mehr aus hartem Kunststoff, sondern aus einem weicheren Bezug. Außerdem ist das Lautsprechergitter jetzt herumgezogen und damit auch an den Seiten zu finden - das sieht schöner aus.

Equalizer-App gibt es gratis

Beim ersten Verbinden mit dem Soundboost 2 wird auf eine spezielle Equalizer-App verwiesen, die im Play Store heruntergeladen werden kann und den Klang verändert. Diese funktioniert nicht mit dem ersten Soundboost. Die Equalizer-App kennt sechs verschiedene Voreinstellungen. Dazu gehören Metal, Pop, Rock, Klassic, Jazz und ein Normalmodus. Eine Feinjustierung des Equalizers gibt es nicht. Demnächst soll mittels Software ein räumlicheres Klangbild möglich werden. Die Funktion Panorama Sound kann bereits ausprobiert werden, der Klang wird dadurch deutlich weiträumiger.

Rechts das neue Lautsprecher-Mod mit weicherem Lautsprecher-Grill, links das alte Modell mit hartem Lautsprecher-Grill. (Bild: Martin Wolf/Goldem.de)

Der Akku im Lautsprechermodul arbeitet komplett unabhängig vom Smartphone. Es ist nicht möglich, den Lautsprecher-Akku mit dem Smartphone oder umgekehrt den Smartphone-Akku mit dem Lautsprecher-Modul aufzuladen. Zum Laden des Lautsprecher-Akkus ist wieder ein USB-Typ-C-Anschluss am Modul vorhanden.

Das Lautsprechermodul verlangt zwingend nach einem Moto-Z-Smartphone, denn es gibt keine Klinkenbuchse oder Bluetooth-Anbindung, um andere Geräte damit zu betreiben. Das finden wir unpraktisch, denn der Lautsprecher könnte ansonsten etwa auch mit einem Tablet oder einem anderen Smartphone im Haushalt verwendet werden.

Trotzdem hat der Soundboost 2 so viele Verbesserungen erhalten, dass wir ihn auf jeden Fall dem ersten Soundboost vorziehen, zumal beide einzeln für 100 Euro verkauft werden.

Lenovo bringt auch ein Modul mit drahtloser Ladefunktion.



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