Samstag, 15. Juli 2017

Schulen sollen Fördermittel für Gigabit-Anschlüsse verwenden

Schulen sollen Fördermittel für Gigabit-Anschlüsse verwenden

15.07.2017 15:45 Uhr Ulrike Kuhlmann

Glasfaserkabel: Infrastrukturminister Dobrindt strebt einen flächendeckenden Breitbandausbau von 50 Mbit/s bis 2018 an.

(Bild: dpa, Julian Stratenschulte/Archiv)

Auch Schulen, die bereits mit 30 MBit am Internet hängen, dürfen Fördergelder des Bundes für Gigabit-Anschlüsse verwenden. Bundesminister Dobrindt will das Turbo-Internet für alle Schulen, Kanzlerin Merkel auch die Lehrer auf den neuesten Stand bringen.

Nach der Ankündigung folgt die Klarstellung: Im Zuge der Offensive "Digitales Klassenzimmer" dürfen Fördergelder auch dann von Schulen für Gigabit-Anschlüsse verwendet werden, wenn diese bereits mit 30 MBit ans Internet angeschlossen sind. Jede Schulklasse brauche zuverlässigen Turbo-Internetzugang für digitales Lehren und Lernen und für zukunftsfähige Bildungsangebote, erklärte Dobrindt. Die Schulen müssten deshalb mit hochleistungsfähiger Glasfaser angebunden werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel mahnte auf einer Wahlkampfveranstaltung in Mecklenburg-Vorpommern, dass die Schüler besser auf die digitale Welt vorbereitet werden müssten. Wie dpa berichtet, forderte sie, dass alle Schulen ans Breitbandnetz angeschlossen werden. Merkel schlug vor, dass der Bund die Länder bei der anstehenden Lehrerfortbildung für den Umgang mit neuen Medien unterstützen könne. Die Lehrer müssten weitergebildet werden, "die haben das nicht gelernt", so Merkel. "Das können wir auch gemeinsam zwischen Bund und Ländern machen." Auch die Wissensvermittlung dürfe nicht allein auf die Länder abgewälzt werden. Der Bund könne dabei helfen, die entsprechenden Lehrmaterialien zur Verfügung zu stellen, erklärte Merkel und stellte damit zugleich die Bildungshoheit der Länder auf den Prüfstand.

Die Offensive "Digitales Klassenzimmer" ist Bestandteil des nun vier Milliarden Euro umfassenden Bundesprogramms zum Breitbandausbau, das Bundesminister Dobrindt kürzlich um 1,3 Milliarden Euro aufgestockt hat. Mit dem Geld soll den flächendeckenden Ausbau schneller Netze unterstützt werden; dabei solle gezielt in unterversorgte Regionen investiert werden. (mit Material von dpa) / (uk)



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