Donnerstag, 13. Juli 2017

snowflake haucht Vornamen-Tool neues Leben ein.

Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat die Vornamen seit 1902 nicht nur gesammelt, sondern auch in einem interaktiven Tool der Bevölkerung zur Verfügung gestellt. Die beliebte Vornamen-Suche wurde aber aus Spargründen und wegen eines neuen Webauftritts des BFS nur noch als Excel File zum Download angeboten.

Dass ein so stark frequentiertes Tool des Bundes mit dem Relaunch der Website plötzlich nicht mehr zur Verfügung steht, kann Adrian Zimmermann, CEO der snowflake productions gmbh nicht nachvollziehen. „Das Vornamen-Tool des BFS war über alle Massen beliebt. Ich habe es selber für die Namenswahl meines Sohnes benutzt. Viele Bekannte haben als werdende Eltern intensiv mit dem Tool Namensrecherche betrieben“. Als klar wurde, dass der neue Webauftritt des BFS kein Budget mehr für die Neuprogrammierung des Tools zulässt, war der Entschluss schnell gefällt. „Ersatz muss her – und wenn das der Bund nicht macht, nehmen wir das in die Hand!“, so Adrian Zimmermann.

Die Firma snowflake productions gmbh, spezialisiert auf Web-Lösungen, entschloss sich daher, die interaktive Datenbank «Vornamen in der Schweiz» wieder ins Leben zu rufen. Sie ermöglicht Abfragen zur Häufigkeit von Vornamen in der Wohnbevölkerung der Schweiz. Als Datenquelle dient die vom BFS zur Verfügung gestellte Statistik der Bevölkerung und Haushalte (STATPOP 2015). Angezeigt werden von der Suchmaschine sämtliche Vornamen, die mindestens drei Mal vorkommen. So kann in der Datenbank die Häufigkeit von 56’890 Vornamen mit Wohnsitz in der Schweiz verglichen werden. Mit dem interaktiven Tool lässt sich die Hitparade der beliebtesten Vornamen der Neugeborenen auch nach Kantonen und einzelnen Sprachregionen aufschlüsseln.

Die aktuelle interaktive Datenbank wurde komplett neu programmiert und wird in den nächsten Wochen und Monaten laufend ausgebaut. Das neue Vornamen-Tool ist so konzipiert, dass es sogar in den bestehenden Webauftritt des BFS nahtlos integriert werden könnte.

Responsive: auch auf mobilen Geräten nutzbar

Damit die beliebte „Büro- und Freizeitbeschäftigung“ auch auf mobilen Geräten genutzt werden kann, wurde die Applikation responsive umgesetzt. „Mit Twitter Bootstrap und AngularJ S sorgen wir dafür, dass die Applikation auch auf Smartphones und Tablets gut nutzbar ist“, führt Nicolas Karrer (Applikationsentwickler) aus. Verbesserungen werden in den nächsten Wochen laufend vorgenommen.

Performance: aus der Historie gelernt

Im Jahr 2013 brachen die Server beim Bundesamt für Statistik schon kurz nach der Aufschaltung des Vornamen-Tools zusammen. Aufgrund der «sehr grossen Nachfrage» sei die Applikation «momentan» nicht verfügbar, teilte das BFS auf seiner Website im April 2013 mit. Tausende hatten offenbar gleichzeitig online nach der landesweiten Verbreitung ihres Vornamens gesucht.

Dafür, dass dies bei der neuen interaktiven Datenbank nicht wieder passiert, ist gesorgt. „Wir haben bei der Umsetzung auf leichtgewichtige Technologien gesetzt um auch bei grossen Zugriffsspitzen die Daten performant ausliefern zu können“, so der Applikationsentwickler Simone Cogno. Für solche Anwendungen bietet sich das hier eingesetzte Node.js an. Node.js ist eine Software-Plattform mit eventbasierter Architektur. Verwendung findet Node.js in der Entwicklung serverseitiger JavaScript-Anwendungen, die grosse Datenmengen in Echtzeit bewältigen müssen.

Open Data: für alle nutzbar

Auf der Website von opendata.ch, der Schweizer Sektion der Open Knowledge Foundation, heisst es «Daten öffentlich, frei verfügbar und nutzbar zu machen für mehr Transparenz, Innovation und Effizienz — das ist Open Data.» In diesem Sinne war die Organisation auch sofort bereit, das Projekt zu unterstützen und öffentlich zu machen.

„snowflake setzt seit über 17 Jahren auf Open Source und unterstützt tatkräftig offene Standards und Open Source Software fachlich, organisatorisch und auf politischer Ebene. Mit der Neuauflage des Vornamen-Tools möchten wir unseren Teil zu Transparenz, Innovation und Effizienz beitragen“, fasst Adrian Zimmermann das Projekt zusammen.

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