Freitag, 14. Juli 2017

Standalone-VR-Brille von Oculus soll 2018 auf den Markt kommen

Standalone-VR-Brille von Oculus soll 2018 auf den Markt kommen

14.07.2017 10:09 Uhr Daniel Herbig

Foto des VR-Prototypen Santa Cruz von Oculus

Oculus arbeitet an einer VR-Brille, die ohne eingestecktes Smartphone oder angeschlossenen Rechner auskommt. Das Standalone-Headset soll einem Bericht von Bloomberg zufolge 2018 erscheinen – allerdings noch ohne Positionstracking.

Oculus will 2018 eine Standalone-VR-Brille auf den Markt bringen. Das Headset soll laut einem Bloomberg-Bericht nur 200 US-Dollar kosten und ohne eingestecktes Smartphone oder einen angeschlossenen Rechner auskommen. Damit wäre das Headset, dessen Codename "Pacific" lautet, deutlich günstiger und portabler als die aktuelle Oculus-Brille Rift, die mit einem PC verbunden werden muss.

Bloomberg bezieht sich auf nicht näher genannte Quellen, die mit der Entwicklung vertraut sein sollen. Ihnen zufolge soll Oculus Pacific kompakter sein als die Rift und weniger wiegen als Samsungs Gear-VR-Headset. Das Standalone-Headset der Facebook-Tochter Oculus soll sich für Gaming, Videos und soziale Anwendungen eignen.

Kein Tracking

Da sich bei Standalone-Headsets die gesamte Hardware innerhalb des Brillengehäuses befinden muss, sind grafisch aufwendige Spiele allerdings kaum machbar – gerade bei einem Preis von 200 US-Dollar. Im Gegensatz zu verkabelten VR-Brillen ist bei den alleinstehenden Headsets außerdem die Akku-Laufzeit ein Faktor. Dafür würden die geringen Kosten die VR-Brille für einen deutlich größeren Markt interessant machen.

Schon im vergangenen Jahr hat Oculus einen VR-Prototypen namens Santa Cruz gezeigt, der komplett ohne zusätzliche Hardware auskommt. Besonders beeindruckend war das Tracking im Raum: Aktuelle VR-Brillen werden in der Regel von externen Kameras unterstützt, die die Position des Trägers im Raum bestimmen. Die Facebook-Tochter demonstrierte allerdings, dass auch ein von der Brille ausgehendes "Inside-Out-Tracking" möglich ist – die Technik befand sich allerdings noch in einem frühen Stadium. Das Pacific-Headset soll laut Bloomberg keine Möglichkeit zur Positionsbestimmung beherrschen.

Die Rift ist eine Enttäuschung

Erst in dieser Woche wurde der Preis der Oculus Rift deutlich gesenkt: Zumindest vorübergehend ist das Gesamtpaket aus Oculus Rift und Controllern für 450 Euro zu haben – etwa die Hälfte des ursprünglichen Startpreises des Headsets. Grund dürften die enttäuschenden Verkaufszahlen der Rift sein: Laut dem Marktforschungsunternehmen IDC wurden bis zum Juni nur knapp 100.000 Exemplare verkauft.

Oculus ist nicht der einzige Hersteller, der an einem Standalone-VR-Headset arbeitet. Im Rahmen seiner hauseigenen Konferenz I/O hatte Google ebenfalls eine solche VR-Brille in Aussicht gestellt. Gebaut wird die Google-Brille von HTC und Lenovo.

(dahe)


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