Donnerstag, 13. Juli 2017

WLAN: Unitymedia-Kunden können europaweit Hotspots nutzen


Unitymedia-Kunden können europaweit im Liberty Global-Konzern ab sofort die fast acht Millionen WLAN-Zugangspunkte nutzen. Das gab das Unternehmen am 13. Juli 2017 bekannt. Möglich ist der kostenlose Zugang bei Telenet in Belgien, bei UPC in Österreich, Irland, Ungarn, Polen, Tschechien, Rumänien, der Schweiz und der Slowakei sowie bei dem Gemeinschaftsunternehmen VodafoneZiggo in den Niederlanden.

Die Anmeldung an den WLAN-Zugangspunkten im Ausland erfolgt mit den Zugangsdaten, die zur Nutzung der Unitymedia Wifispots verwendet werden. "Nervige Anmeldeprozeduren entfallen: einmal Passwort eingeben, fertig", sagte Christian Hindennach, Leiter des Privatkundengeschäfts von Unitymedia. Das Angebot ist nutzbar für Internet-Kunden mit einem aktuellen Tarif ab April 2013, der die Nutzung des Wifispot-Service vorsieht.

Der Kabelnetzbetreiber darf auf den WLAN-Routern seiner Kunden nicht eigenmächtig einen Hotspot für andere Kunden aktivieren. Eine Freischaltung sei nicht zulässig, wenn der Verbraucher sein Einverständnis nicht ausdrücklich erklärt habe, urteilte das Landgericht Köln und gab damit im Mai 2017 der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in einem Rechtsstreit über die automatische Aktivierung von WLAN-Hotspots recht.

Klage in Berufung

Von dem laufenden Klageverfahren sei das eingeführte internationale Wifispot-Roaming-Angebot nicht berührt. Die Klage befinde sich aktuell in der Berufungsinstanz, erklärte Unitymedia. "Unabhängig vom Ausgang wird auch in Zukunft jeder registrierte Wifispot-Nutzer von dem zusätzlichen Zugang zu den WLAN-Netzen in den anderen Ländern profitieren können", erklärte das Unternehmen. Unitymedia hatte im Mai 2016 seinen Kunden mitgeteilt, auf deren WLAN-Routern automatisch ein separates WLAN-Signal freizuschalten. Falls der Kunde nicht innerhalb von vier Wochen widerspreche, sollten für ihn dann bestimmte Pflichten gelten.

Unitymedia ist in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg aktiv und ist nach Vodafone der zweitgrößte Kabelnetzbetreiber in Deutschland.



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