Samstag, 15. Juli 2017

Wochenrückblick Replay: Linux, Hoffnung für Petya-Opfer, Ethereum-Kurssturz

Wochenrückblick Replay: Linux, Hoffnung für Petya-Opfer, Ethereum-Kurssturz

15.07.2017 09:00 Uhr Daniel Berger

In dieser Woche wurde Linux hitzig diskutiert: Warum gelingt es den Open-Soruce-Distributionen einfach nicht, Windows zu verdrängen? Für Petya-Opfer gab es eine gute Nachricht – und für Ethereum-Schürfer eine schlechte.

Linux erhitzte in dieser Woche die Gemüter: c't-Redakteur Thorsten Leemhuis argumentierte in seinem Kommentar, dass Linux-Distributionen wie Fedora, OpenSuse oder Ubuntu es nicht schaffen werden, Windows auf Desktop-PCs zu verdrängen. Der Grund: "Freizeit-Programmierer, Linux-Distributoren und auf Linux setzende Hardware-Hersteller" machen zu oft ihr eigenes Ding – und Linux scheitert an Ego­zen­t­rik.

Die meistgelesene Meldung der Woche entfachte eine leidenschaftliche Diskussion: Mehr als 3000 Beiträge kamen im Forum zusammen. Foren-Nutzer fererrovermeider sieht das Hauptproblem bei den Herstellern, weil sie die Masse nur mit Windows beliefern. "Solange Du kein Linux-Gerät aus dem Regal kriegst, läuft es für den Pinguin schwerer." Mehrere Leser führten auch an, ein Mangel an Anwendungen sei das Problem.

In der #heiseshow war Linux natürlich auch Gesprächsthema und Leemhuis zu Gast; hier finden sich 800 weitere Kommentare. Viel Lektüre also, um sich in den komplexen Sachverhalt einzuarbeiten – gut, dass jetzt Wochenende ist.

Hoffnung für Petya-Opfer

Eine gute Nachricht für alle Opfer der im Jahr 2016 wütenden Verschlüsselungstrojaner GoldenEye, Mischa und Petya: Die Malware-Entwickler haben den Master-Schlüssel veröffentlicht. Mit ihm bekommen Betroffene wieder Zugriff auf ihre verschlüsselten Dateien. Die schlechte Nachricht für alle Opfer des jüngst grassierenden Schädlings NotPetya: Ihnen hilft der Schlüssel leider nicht.

Ein Mining-Rig, das fleißig Ethereum schürft.
Ein Mining-Rig, das fleißig Ethereum schürft. Vergrößern
Bild: heise online/chh

Goldrausch und Kurssturz

Im PC stecken teure Grafikkarten, die fleißig Megahashes errechnen und Ethereum schürfen – doch nun das: Der Ethereum-Kurs ist innerhalb von vier Wochen um 50 Prozent eingebrochen. Das könnte immerhin für eine Entspannung auf dem Grafikkartenmarkt sorgen. Foren-Nutzer Bodenseemann hat für all das jedoch wenig Verständnis: Ethereum sei nur ein "Zockerprojekt" und keine ernst zu nehmende Währung. Das sehen viele anders, in ihren Augen leuchten auch weiterhin die Ethereumzeichen: Ξ Ξ Ξ.

MacBook weg, zweimal Herzflimmern

Eigentlich soll die iCloud-Funktion "Meinen Mac suchen" helfen, wenn einem das MacBook geklaut wird. Nun ja, eigentlich. PR-Berater Sebastian Schroer machte eine andere Erfahrung, als ihm sein MacBook Air gestohlen wurde: Zwar funktionierte die Ortung, doch der Dieb entkam trotzdem. Und Schroer erlebte "zweimal umsonst Herzflimmern."

Und sonst?

In dieser Woche brachte eine Schriftart den pakistanischen Premierminister in Bedrängnis. Ein Dokument, das seine Tochter vom Vorwurf der Geldwäsche entlasten sollte, ist auf das Jahr 2006 datiert und im Font Calibri verfasst. Der wurde aber erst 2007 von Microsoft verbreitet. Tja, da wäre sogar Comic Sans die bessere Wahl gewesen. So oder so: "Dass der pakistanische Regierungschef alleine wegen eines Font-Versehens zurücktreten muss, ist jedoch nicht zu erwarten."

Zum Abschluss der Woche noch ein paar faszinierende Bilder vom Jupiter: Die NASA-Sonde Juno hat den ikonischen "Großen Roten Fleck" überflogen und ihre Urlaubsfotos zurück an die Erde gesendet. Ein Urlaubsparadies ist der Fleck wegen der tobenden Stürme zwar nicht, aber doch schön anzusehen. "Ein Planet wie ein Gemälde", schreibt Foren-Nutzer Denken treffend.

(dbe)


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